Politikwissenschaftliche Grundbegriffe und ihre Bedeutung für die politische Bildung

Dokumentation des Seminars an der PH 2008

Was ist Macht?

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Power to & Power over

Power over
- negativ
- über andere
- Einschränkung
- soziale Beziehungen
- Abhängikeit / Unterdrückung
- Wirkungen /Ausübung
- „non – decisions“

Power to
- positiv
- Fähigkeit etwas zu tun
- Ermöglichung
- keine soziale Beziehung
- Individum / Gruppe
- Potentiale / Resourcen

Andere Begrifflichkeiten
power with
violence
empowerment
Macht / Gewalt
gesselschaftliche Relation
agency
stucture

Probleme: bsp. Mit nuklearer Abschrckung: Power to = Atomraketen abzufeueren, Power over = Handlungsfreiheit anderer zu veringeren (mich angreifen, …)

Bezug nach außen, Bezug in die eigene Gruppe

Power over
> potentiell → Selbstbindung (bsp. Gesellschaft, Gesetze, Verfassung)
> aktuell → Einflussnahme / soziale Relation

Power to
> potentiell → capacity (Vermögen etwas zu bewirken)
> aktuell → empowerment (Entwicklungspolitik, Hilfe zur Selbsthilfe, )

Was ist Macht?
Transistive Macht (Fremdreferenz): Capacity, Einflussnahme
Intransitive Macht (Selbstreferenz): Selbstbindung, Empowerment

Max Weber (1864 – 1920)
Die wichtigeste Aufgabe von Soziologie, ist den sozialen Sinn zu verstehen
„Macht bedeutet jede Chance innerhabl einer sozialen Beziehung den eigenen Willen durchzusetzen, gleichwohl worauf diese Macht beruht“

Hannah Arendt
Macht – Gewalt
Macht = power to
power over verschwindet

Schule:
Lehrer – power over
Schüler – power to

Vorsicht bei der Verwendung des Begriffs Macht. Er ist schwer zu greifen.

Was ist Herrschaft?

Aristoteles (384 – 323 v. Chr)
Politie – das Allgemeinwohl aller
Demokratie – Vorteil nur für die Armen

Selbstbehrreschnung als notwendige Vorraussetzung zur Herrschaft, links liegt Selbsbehrrschung vor

Herrschaftsebenen
Politische Ebene
im Haushalt
Haussherr – Gattin: demokratisch
Hausherr – Kinder: monarchisch
Hausherr – Sklaven: despotisch

Thomas Hobbes (1588 – 1679)
Der Naturzustand
Unterverfungsvertrag
„homo homini lupus est“
„bellum omnium contra omnes“

Mensch von Natur aus Böse, jeder das Recht alles zu tun → das zu Vermeiden, macht Herrschaft notwendig
Staat mit starkem Führer
Naturzustand hergeben, Verzicht auf das Recht zu töten, Souveränität abgeben → Sicherung der Existenz, Legimation des Herrschers durch den Vertrag,

Max Weber (1864 – 1920)
„Herrschaft soll heißen, die Chance für einen Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaaren Personen Gehorsam zu finden“

3 typen legitimer Herrschaft
jede Herrschaft ist auf Legitimität angewiesen
a) rationale Herrschaft – „Glauben an die Legalität der Gesetze und Anweisungen“, Rationalität, Vorgestzter, idealer Beamter, Bürokratie, egalitärer Verwaltungsmaßstab, gesetztes Recht, parlamentarische Demokratie,
b) traditionale Herrschaft – Glaube an die heilikeit der Tradition, unantastbarkeit, Herr mit Dieneren, kann sich an Tradition halten, Patronage, Behandlung nach Stand, Kraft der freien Willkür des Herrn, Papstum, Dalai Lama, Erbkönigtum,
c) charismatische Herrschaft – Legitimität durch Glaube an Heiligkeit, Heldenkraft, Vorbildlichkeit, keine Traditionen, Führer, Willkührlicher Herrschaftsmastab, Patronage, Rechtsschöpfung (erlassenes Recht), Bisßmarck, Hitler,

Geschrieben von sbamueller

Juli 20, 2008 um 9:55

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