Politikwissenschaftliche Grundbegriffe und ihre Bedeutung für die politische Bildung

Dokumentation des Seminars an der PH 2008

Was ist Politikdidaktik?

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Politik als dauernde menschliche Aufgabe
seit Schule gibt es auch politische Bildung (institutionalisiert), Anpasung / Integration durch politische Bildung

Grundmuster der Aufgabenbestimmung für politische Bildung:

Herrschaftlegitimation

  • Kaiserreich (Sozialismus, Kommunismus Schädlich, weitergabe der Untertantenmentalität)
  • NS (alles muss unter NS Gesichtspunkten betrachtet werden, politisierung von Unterricht)
  • DDR (liebe zum Sozialismus, DDR, …)

Missionierung

  • re-education
  • Menschen zur Vernunft erziehen

Demokratische politische Bildung

aktuelle Politikdidaktik: Beutelsbacher Konsens (1976), Beenden der Kontroversen,

aktuell keine rechts links Schema, eher Verständnis von lernen, Politikbegriff
Beutelsbacherkonsens
Überwältigungsverbot – Zurückhaltung mit eigener Meinung, diese dennoch vertreten, Themen „neutral“ einführen, Problem Lehrer kann argumentativ seine Meinung besser vertreten, Schüler nicht totquatschen,
Kontroversitätsgebot – was in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wird, muß auch in der Schule kontrovers zeigen politische Situation, Interessenlage vertreten, eigene Interessen analysieren, zu Begründeten Urteil und Handlung kommen

Politikdidaktik als Wissenschaft

z.B. Arnold Bergrstrasser in Freiburg,

1950er „diaktische Wende“ – in vielen Wissenschaften + allgemeine Pädagogik, systematische Wissenschaftliche Theoriebildung vom lehren und lernen
Erkentniss: festgelgter Katalog von Stoffen ist Obsolet
Kürzere Halbwertszeit von Wissensbeständen
Schnellerer Wissenszuwachs und Differnzierung
Kein gemeinsames Sinnbild mehr → Pluralisierung (welches Weltbild soll vermitellt werden)

1960er Zunehmende Verwissenschaftlichung der Politikdidaktik
Wissensschaft übernimmt Rolle als Legitimationsquelle
Politikdidaktik nicht mehr nur Umestzung vorgegebener Inhalte → eigentständige Inhalte
Eigenständige Fachdidaktische Konzeptionen (Was soll warum und wozu und wie gelernt werden?)
Erste Didaktik: Konfliktdidaktik

Heute
Gegenwärtige Politikdidaktik als „Normale Wissenschaft“ (Thomas S. Kuhn), verschieden Phasen die eine Wissenschaft durchmacht: 1. Paradigmabildung / Grundlagen, 2. normale Wissensschaft / laden Läuft erstmal, 3. gegenwärtige Konzepte reichen nicht mehr

Allgemeein akzeptiere Basisannahmen in der PD

  • Rationale Auseinandersetzung (welt rational erklären)
  • Mensch als Subjekt (Mensch potentiell als mündiges Subjekt)
  • Demokratie (Aber Überwältigungsvebot Schüler soll selbst wählen dürfen, Konflikt Unterricht)
  • Gegenstand: politisches Lernen
  • interdisziplinäre Sozialwissenschaft im Überschneidungsfeld der EW (aber auch Soziologie, Pyscho, Wirt, Gesch.,)

Systematisierung der Disziplin

Philosophie: Selbstverständniss der fachlichen Disziplin
Tools: didaktische Prinzipien → Begrifliche Werkzeuge (Handlungsorientierung, Problemorientierung, Lernerzentrierung, Schülerorientierung, Fachorientierung, exemplarisches Lernen), Methoden (Projektarbeit, Diskussionen, Planspiele, Gruppenarbeit, …) , Medien (Lerninhalt, Medium, Gegenstand der sich darin ganz zentral vollzieht, …), Beurteilungskriterien → Evaluiernde Werkzeuge
Lernforschung: Quantitative Erforschung des Unterrichts
Nutzen der Politikdidaktik für die Praxis
1.Lehreruasbildung:Bereitstellung von Wissen
2.Missverständnisse und Grenzen
1.Strukturelle nicht aufhehbare Differnz von Theorie und Praxis
Die Differenz ist kein Gegensatz

aktuelle Fragen in der Poltikdidaktik
1.Empirische Forschung
wie lässt sich das vermittelte messen?
2.Konstruktivismus (man kann das Pferd zur Tränke führen aber nicht zum saufen…)
3.kategoriale Didaktik
4.„demokratie Lernen“ (in das soziale Lernen abgerutscht?) Alternative zur klassischen politischen Bildung
5.„Bildungsmarkt“ politische Bildung

Nationale Bildungsstandards in der politischen Bildung?
1.Kompetenzen statt Stoffen
2.Evaluierbarkeit
3.Vergleichbarkeit
4. Modifizierung von Lernkulturen
5.politische Steuerung des Schulsystems

GPJE Entwurf zur Nationalen Bildungsstandards (Gesselschaft für politische Jugend und Erwachsenenbildung)
Kompetenzen und Kompetenzbereichte
Konzeptuelles Deutungswissen (politische Urteilfähigkeit, politsche Handlungsfähigkeit, Methodische Fähigkeiten

Geschrieben von sbamueller

Juli 20, 2008 um 9:46

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